Allgemeine Geschäftsbedingungen — SerahrChat
Version 1.2 — gültig ab 31.03.2026
Anbieter: Thorsten Ahrens, Serahr — serahr.de
1. Geltungsbereich
Diese AGB gelten für die Nutzung des Software-Produkts SerahrChat, bereitgestellt von Thorsten Ahrens (nachfolgend "Anbieter"). SerahrChat richtet sich ausschließlich an Unternehmen, Freiberufler, Vereine, Stiftungen und sonstige juristische Personen zur Nutzung im Rahmen ihrer gewerblichen, selbstständigen oder satzungsgemäßen Tätigkeit (nachfolgend "Kunde"). Der Kunde bestätigt bei Vertragsschluss, nicht als Verbraucher im Sinne von § 13 BGB zu handeln. SerahrChat ist eine Self-Hosted-Chatbot-Lösung, die der Kunde auf seinem eigenen Server betreibt. Mit dem Erwerb einer Lizenz akzeptiert der Kunde diese AGB.
2. Leistungsbeschreibung
SerahrChat ist ein KI-gestützter Chatbot für Websites, der Fragen auf Basis hochgeladener Dokumente beantwortet. Der Anbieter stellt bereit:
- Die SerahrChat-Software als Docker-Container (Self-Hosted)
- Ein Installations-Script für die automatisierte Einrichtung
- Ein Setup-Wizard für die Erstkonfiguration
- Ein einbettbares Chat-Widget (JavaScript, Shadow DOM)
- Ein Admin-Panel zur Verwaltung von Dokumenten, Analytics und Einstellungen
- Automatische Updates über den Update-Server (update.serahr.de)
- Lizenzverwaltung über den Lizenzserver (licence.serahr.de)
Nicht im Leistungsumfang enthalten: Serverhosting, LLM-/Embedding-API-Kosten, Domain-/SSL-Zertifikate, individuelle Anpassungen oder Programmierung.
3. Tarife und Preise
SerahrChat wird in folgenden Tarifen angeboten:
- Basis: 29 EUR/Monat oder 290 EUR/Jahr — 1 Instanz, bis zu 10 Dokumente, E-Mail-Support, Basis-Analytics, DE/EN
- Pro: 49 EUR/Monat oder 490 EUR/Jahr — 1 Instanz, bis zu 50 Dokumente, White Label, eigene Farben, Custom Instructions (System Prompt), Topic-Clustering, Management-API, Prioritäts-Support
- Lifetime: 999 EUR einmalig — alle Pro-Features, Lifetime-Updates, keine laufenden Kosten
Alle Preise verstehen sich netto zzgl. der gesetzlichen Mehrwertsteuer. Preisänderungen werden mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten per E-Mail angekündigt.
4. Kostenlose Testphase (Trial)
Neukunden erhalten eine 7-tägige kostenlose Testphase mit dem Funktionsumfang des Basis-Tarifs. Die Testphase beginnt mit der Installation. Eine Zahlungsmethode ist während der Testphase nicht erforderlich. Nach Ablauf der Testphase wird der Chatbot deaktiviert, bis ein Tarif erworben wird.
5. Vertragsschluss und Zahlung
Der Vertrag kommt durch den Abschluss des Kaufvorgangs über Stripe Checkout zustande. Die Zahlung erfolgt per Kreditkarte, SEPA-Lastschrift oder anderen von Stripe unterstützten Zahlungsmethoden. Bei Monatsplänen wird monatlich im Voraus abgerechnet, bei Jahresplänen jährlich im Voraus.
6. Kündigung und Laufzeit
- Monatspläne: Jederzeit zum Ende des aktuellen Abrechnungszeitraums kündbar.
- Jahrespläne: Kündigung zum Ende der Jahreslaufzeit. Keine anteilige Erstattung bei vorzeitiger Kündigung.
- Lifetime: Zeitlich unbefristete Lizenz für die Dauer des aktiven Produktangebots von SerahrChat. "Lifetime" bezieht sich auf die Lebensdauer des Produkts, nicht auf die Lebenszeit des Kunden oder des Unternehmens. Im Falle einer Produkteinstellung erhalten Lifetime-Kunden ein abschließendes Update, das die Software ohne Lizenzvalidierung weiter nutzbar macht. Ein Anspruch auf Weiterentwicklung oder neue Funktionen besteht nicht. Keine Kündigung erforderlich.
Die Kündigung erfolgt über das Stripe Customer Portal, erreichbar aus dem SerahrChat Admin-Panel.
7. Verhalten nach Vertragsende
- Der Chatbot (Widget) wird sofort deaktiviert und beantwortet keine Anfragen mehr.
- Der Kunde hat 30 Tage Zugriff auf das Admin-Panel, um Daten zu exportieren.
- Nach Ablauf der 30 Tage wird der Zugang gesperrt.
- Alle Daten verbleiben auf dem Server des Kunden — der Anbieter hat keinen Zugriff darauf und löscht keine Daten auf dem Kundenserver.
8. Kein Widerrufsrecht
Da sich SerahrChat ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB richtet, besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht.
Hinweis: Sollte im Einzelfall dennoch ein gesetzliches Widerrufsrecht bestehen (z.B. weil der Kunde entgegen seiner Angabe als Verbraucher handelt), gelten die gesetzlichen Regelungen der §§ 355 ff. BGB. Der Anbieter behält sich in diesem Fall vor, Wertersatz für bereits erbrachte Leistungen geltend zu machen.
9. Pflichten des Kunden
Der Kunde ist verantwortlich für:
- Bereitstellung und Wartung eines geeigneten Servers (Linux, Docker-fähig)
- Einhaltung der Datenschutzvorschriften auf seiner Website (z.B. Consent-Banner für den Chatbot)
- Beschaffung und Kosten von API-Keys für LLM- und Embedding-Dienste
- Serverkosten (Hosting, Domain, SSL) — diese sind nicht im Lizenzpreis enthalten
- Sicherung seiner Zugangsdaten (Admin-Passwort, Recovery Codes)
- Prüfung der vom Chatbot generierten Antworten auf Richtigkeit
10. Haftung
Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz, grober Fahrlässigkeit sowie für Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit. Unberührt bleiben ferner die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz, aus der Übernahme einer Garantie sowie bei arglistigem Verschweigen eines Mangels.
Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten). In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden beschränkt, maximal jedoch auf den Vertragswert der letzten 12 Monate (bei Lifetime-Plan: 999 EUR).
Der Anbieter übernimmt insbesondere keine Haftung für:
- Inhaltliche Richtigkeit der KI-generierten Chatbot-Antworten
- Verfügbarkeit oder Leistung externer LLM-Dienste
- Datenverluste auf dem Server des Kunden
- Schäden durch unsachgemäße Installation oder Konfiguration
- Schäden, die durch vom Kunden gewählte LLM-Anbieter verursacht werden
11. Freistellung (LLM-Anbieter und Datenschutz)
SerahrChat stellt eine technische Schnittstelle zur Anbindung externer KI-Sprachmodelle (Large Language Models, "LLM") bereit. Der Kunde bestimmt eigenverantwortlich die Zwecke und Mittel der Datenverarbeitung durch den LLM-Anbieter, insbesondere:
- Die Auswahl des LLM-Anbieters (z.B. OpenRouter, OpenAI, Mistral, Ollama)
- Die Konfiguration des API-Keys (eigenes Konto beim LLM-Anbieter)
- Den Abschluss etwaig erforderlicher Auftragsverarbeitungsverträge (AVV) mit dem LLM-Anbieter
- Die datenschutzrechtliche Information der Endnutzer (Website-Besucher) über die LLM-Nutzung
Der Anbieter agiert weder als Auftragsverarbeiter noch als gemeinsam Verantwortlicher für die Verarbeitung von Chat-Anfragen durch den LLM-Anbieter. Der Kunde stellt den Anbieter von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei, die aus einer datenschutzwidrigen Konfiguration oder Nutzung der LLM-Anbindung resultieren, einschließlich angemessener Kosten der Rechtsverteidigung.
12. Keine Auftragsverarbeitung (Self-Hosted)
Für die Verarbeitung personenbezogener Daten im Rahmen des Betriebs von SerahrChat auf dem Kundensystem ist der Kunde allein Verantwortlicher im Sinne der DSGVO. Der Anbieter verarbeitet diese Daten weder im Auftrag des Kunden noch hat er Zugriff auf diese Daten. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO ist für den Betrieb der Self-Hosted-Software nicht erforderlich.
13. Rechte an KI-generierten Inhalten
Die vom Chatbot generierten Antworten unterliegen keinem Urheberrecht des Anbieters. Der Kunde erhält das Recht, alle vom Chatbot generierten Texte im Rahmen seines Geschäftsbetriebs uneingeschränkt zu nutzen. Der Anbieter übernimmt keine Gewähr für die urheberrechtliche Unbedenklichkeit der generierten Inhalte, da diese von Drittanbieter-KI-Modellen erzeugt werden.
14. Updates und Support
Der Anbieter stellt regelmäßig Updates bereit, die über den Update-Server (update.serahr.de) verteilt und im Admin-Panel installiert werden können. Sicherheitsupdates und Fehlerbehebungen werden automatisch installiert. Feature-Updates werden im Admin-Panel zur manuellen Installation angezeigt. Der Anbieter behält sich vor, den Funktionsumfang im Rahmen von Updates zu erweitern oder anzupassen, ohne dabei wesentliche Funktionen zu entfernen.
Gesetzlich erzwungene Änderungen: Erfordern gesetzliche Vorgaben oder behördliche Anordnungen die Anpassung oder Entfernung von Funktionen, setzt der Anbieter diese unverzüglich um — auch wenn die reguläre Änderungsfrist gemäß Abschnitt 17 nicht eingehalten werden kann. Der Kunde wird in diesem Fall umgehend per E-Mail informiert. Führt die Änderung zu einer wesentlichen Einschränkung des Leistungsumfangs, steht dem Kunden ein Sonderkündigungsrecht zum Zeitpunkt der Änderung zu. Macht der Kunde von diesem Recht Gebrauch, erstattet der Anbieter den auf den nicht genutzten Zeitraum entfallenden Anteil bereits gezahlter Beträge. Ein darüber hinausgehender Schadensersatzanspruch besteht nicht, sofern der Anbieter die Änderung nicht zu vertreten hat (§ 275 BGB).
Support-Reaktionszeiten: E-Mail-Support wird an Werktagen (Mo–Fr) bearbeitet. Basis-Plan: Antwort in der Regel innerhalb von 72 Stunden. Pro-/Lifetime-Plan: Antwort in der Regel innerhalb von 24 Stunden. Eine durchgängige Verfügbarkeit des Update- und Lizenzservers wird angestrebt, kann jedoch nicht garantiert werden.
15. Exportkontrolle
Der Kunde verpflichtet sich, die Software nicht in Länder zu exportieren oder dort zu nutzen, die EU- oder US-Embargobestimmungen unterliegen.
16. Datenschutz
Einzelheiten zur Datenverarbeitung finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
17. AGB-Änderungen
Der Anbieter kann diese AGB mit einer Ankündigungsfrist von mindestens 6 Wochen per E-Mail ändern. Die Änderungsmitteilung enthält den konkreten Änderungsinhalt, das Datum des Inkrafttretens sowie einen Hinweis auf das Widerspruchsrecht und das Sonderkündigungsrecht.
Der Kunde wird beim nächsten Login im Admin-Panel aufgefordert, die geänderten AGB zu bestätigen. Nutzt der Kunde die Software nach Inkrafttreten der geänderten AGB weiter, gilt dies als Zustimmung.
Bei Widerspruch steht dem Kunden ein Sonderkündigungsrecht zum Änderungszeitpunkt zu. Bis zur Kündigung gelten die bisherigen AGB fort. Für Lifetime-Kunden gilt: Wesentliche Änderungen (Leistungsumfang, Haftung) bedürfen der aktiven Zustimmung. Stimmt der Lifetime-Kunde nicht zu, gelten die AGB in der zum Zeitpunkt des Kaufs gültigen Fassung fort. Redaktionelle oder gesetzlich erforderliche Änderungen gelten ohne gesonderte Zustimmung.
18. Sprachfassungen
Diese AGB sind in deutscher und englischer Sprache verfasst. Bei Widersprüchen zwischen der deutschen und der englischen Fassung ist ausschließlich die deutsche Fassung maßgeblich. Die englische Fassung dient nur der Information.
19. Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Gerichtsstand für Kaufleute ist der Sitz des Anbieters. Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam.
Aktuelle Fassung: Version 1.1, gültig ab 21.03.2026.
Frühere Fassungen
- Version 1.0Gültig: 19.03.2026 bis 21.03.2026